orientation

Neoeuklidisches Ballett
Projektskizze 2018

Woran erkennt man eigentlich menschliche Bewegung und was ist der Unterschied zu der Bewegung von Tieren oder Robotern? Welche Folgen hat die Synchronisierung räumlicher Strukturen mit menschlichen Bewegungen, welche ästhetische Erfahrung resultiert aus der Entkoppelung und asynchrone Rekomposition von Bewegung durch architektonische Räume?
Ähnlichkeiten und Differenzen artifizieller Bewegungen mit menschlichen Bewegungen bilden dabei die Grundlage für eine präzise Kompositionsmethode von Bewegungen und Räumen .
Eine durch leibliche Präsenz animierte Materialität ist dafür die Grundlage. Sowie in manchen Marionettentheatern (Bunraki) Marionettenspieler und Puppe zu einer befremdlich lebendigen Wirklichkeit verflochten werden, so sollen in den Raumaufführungen räumliche Strukturen und menschliche Bewegung kompositorisch ausgelotet und konstruktiv entwickelt werden.  Das Projekt kann sowohl durch Bühnenartige Inszenierung als auch durch Alltagsarchitekturen und Objekte ausgelöst werden.
Eine skizzenhafte Vorstellung über  das Projektvorhaben erhält man durch das Video Neoeuklidisches Ballett. Hier wurden Motion Capturing Daten des Tänzers Joris Camelin grafisch in die Animation euklidischer Basisgeometrien übertragen und im Video in ein asynchrones Zusammenspiel mit seinen Bewegungsimprovisationen gebracht.